Du machst doch immer diese ganzen Augenfotos, oder?”

So ähn­lich werde ich in letz­ter Zeit oft ange­spro­chen. “Ja schon, aber nicht haupt­säch­lich… eigent­lich und viel öfter foto­gra­fiere ich ja Men­schen…” — aber auf die Augen­fo­tos werde ich eben viel öfter ange­spro­chen. Dass eine spon­tane Schnaps­idee mal so eine Eigen­dy­na­mik ent­wi­ckeln würde, hätte ich aller­dings nicht gedacht.

Alles begann letz­tes Jahr im Som­mer wäh­rend einer Mit­tags­pause, als eine Arbeits­kol­le­gin mir erzählte sie habe einen wit­zi­gen Arti­kel über einen Künst­ler gele­sen, der aus Sty­ro­por­ku­geln Augen bas­telt und diese auf ver­schie­de­nen Gegen­stän­den plat­ziert. Ich fand das ganze eine wit­zige Idee, hatte es aber kurz danach erst ein­mal wie­der ver­ges­sen. Bis ich ein paar Tage spä­ter mit einem zusam­men­ge­knüll­ten Notiz­zet­tel den Papier­korb ver­fehlte und die Kugel auf mei­ner halb geöff­ne­ten Tasche lie­gen blieb…

…fünf Minu­ten spä­ter nahm ich mit dem Handy das erste “Augen­foto” auf.

Wie alles begann…

Irgend­wie gefiel mir das Prin­zip: “Schnell irgendwo ein paar Augen drauf, einem schein­bar unschein­ba­ren Gegen­stand kurz ein Gesicht ver­pas­sen, Han­dy­foto und weg, als ob nix gewe­sen wäre…“
Neben dem Handy hatte ich also in den kom­men­den Wochen auch immer zwei bemalte Papier­ku­geln in der Hosen­ta­sche. Das brachte Spaß und ver­än­derte für ein paar Wochen den Blick auf meine Umwelt — ich sah über­all poten­ti­elle Gesich­ter!
Es folg­ten unzäh­lige ein­zelne Augen­fo­tos mit dem Handy, den Papier­ku­geln folg­ten Sty­ro­por­ku­geln in unter­schied­lichs­ten Grö­ßen und irgend­wann ging ich doch dazu über die Fotos mit der “gro­ßen Kamera” auf­zu­neh­men. Das ver­än­derte das Pro­jekt dahin, dass es seit­dem nicht mehr ganz so spon­tan abläuft, dafür taten sich natür­lich andere krea­tive Mög­lich­kei­ten auf. Inzwi­schen beste­hen die Augen­fo­tos meis­tens aus einer Nah­auf­nahme des “Gesichts” und einer Auf­nahme, die die Augen in einem grö­ße­ren Kon­text zeigt. Am meis­ten Spaß macht es die Augen an beleb­ten Orten zu dra­pie­ren und zu schauen, wel­che Reak­tio­nen sie auslösen.

Wie es mit dem Pro­jekt wei­ter geht, weiß ich noch nicht so genau — aber ein paar Ideen habe ich wohl noch… ;)

P.S.: Spä­ter habe ich auch her­aus gefun­den, von wem der oben genannte Arti­kel han­delte, der das Ganze im Grunde ins Rol­len gebracht hat: Danke (unbe­kann­ter­weise) an Timm “Kong” Schnei­der — guckt mal vor­bei, nicht nur seine Augen­fo­tos sind einen Blick wert…








 

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  1. By 08/2013 | Shooting mit Samantha Evans in Hamburg on 1. September 2013 at 13:40

    […] jeman­den für ein Foto-Shooting zu gewin­nen (Plan B: Freunde in Ham­burg besu­chen und neue Augen­fo­tos machen…). In der Model-Kartei schaute ich mir die Sed­cards der Ham­bur­ge­rin­nen an, die […]

  2. […] Tolle Foto­se­rie die mit zusam­men­ge­knäul­tem Papier und einem Smart­phone begann. War anre­gend und ver… […]

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