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Polaroid“ oder genauer analoge Sofortbildfotografie

Nach­dem ich bei Face­book in der letz­ten Zeit immer wie­der mal Polaroid-Fotos  gepos­tet habe, bekam ich einige Nach­fra­gen mit wel­chen Kame­ras man diese Bil­der machen kann. Da sich das Ganze schwer in 1–2 Sät­zen beant­wor­ten lässt, soll der heu­tige Blog­post hel­fen einige Fra­gen zu klä­ren.
Im Rah­men des Retro-Trends der letz­ten Jahre, erlebte auch die Pola­roid– bzw. Sofort­bild­fo­to­gra­fie wie­der einen Auf­schwung. Sofort­bild­fo­to­gra­fie? Was soll das denn jetzt? Jedes Digi­tal­foto ist doch direkt nach dem Aus­lö­sen sowieso auf dem Dis­play zu sehen, ist das nicht auch ein Sofortbild?

Berech­tig­ter Ein­wand. Wer aller­dings schon mal live dabei war, wenn meh­rere Per­so­nen über ein klei­nes wei­ßes Blatt Papier gebeugt ste­hen und sich wie Kin­der freuen, wenn die ers­ten schwa­chen Kon­tu­ren des eben auf­ge­nom­me­nen Fotos sicht­bar wer­den, wird den Unter­schied schnell spüren.

Was macht denn nun aber eigent­lich den Reiz die­ser Bil­der aus, die qua­li­ta­tiv in der Regel mit den bil­ligs­ten moder­nen Digi­tal­knip­sen nicht mit­hal­ten kön­nen?  Ich glaube die Frage ist schon die Ant­wort. Die Bil­der aus einer guten und rich­tig bedien­ten Digi­tal­ka­mera haben mitt­ler­weile ein Niveau erreicht, das nahe an “per­fekt” ist. Und für die meis­ten von uns ist es dazu noch selbst­ver­ständ­lich gewor­den, das was zum per­sön­li­chen Anspruch an das per­fekte Bild fehlt mit Hilfe von Pro­gram­men wie Pho­to­shop nach­zu­ho­len. Aber eben diese Per­fek­tion macht die Bil­der auf gewisse Weise auch ein Stück weit unper­sön­lich und austauschbar.

Sofort­bil­der” bezie­hen ihren Charme mei­ner Mei­nung nach (heute) eben aus ihrer Nicht-Perfektion. Nach dem Aus­lö­sen ent­steht das eine Ori­gi­nal, so wie es eben ist. Und selbst wenn ich es scanne und und anschlie­ßend belie­big oft repro­du­zie­ren kann, wird es immer nur das eine Uni­kat geben und die ande­ren Bil­der Kopien bleiben.

Die, die es sel­ber aus­pro­bie­ren wol­len haben heute drei Mög­lich­kei­ten: Con­ti­nue rea­ding »