Als Hochzeitsfotograf auf Spiekeroog | Hanna & Thorben

2016-07-24_0048
Ich freue mich sehr, dass ich hier auf mei­nem Blog heute die Bil­der von einer wun­der­ba­ren Hoch­zeit auf der Nord­see­in­sel Spie­k­eroog zei­gen darf. Die Art und Weise wie Hanna & Thor­ben ihren Tag gefei­ert haben und die tolle Stim­mung die wäh­rend­des­sen herrschte, hat mich beim Foto­gra­fie­ren sehr beein­flusst und auch nach der Hoch­zeit noch nach­ge­wirkt, so dass ich aus­nahms­weise mal wie­der das Bedürf­nis hatte einen etwas län­ge­ren Text zu schrei­ben. Wer nur die Bil­der sehen möchte, scrollt ein­fach ein biss­chen wei­ter nach unten…

Je län­ger ich als Hoch­zeits­fo­to­graf unter­wegs bin, desto mehr merke ich was ich daran am liebs­ten mag: Wenn es gelingt, dass die Bil­der den Tag so wie­der­ge­ben wie er wirk­lich war — so authen­tisch und unge­stellt wie möglich.

Lange Zeit habe ich zum Bei­spiel geglaubt, dass das Braut­paar­shoo­ting zwang­läu­fig das foto­gra­fi­sche High­light des Tages sein muss. Inzwi­schen denke ich eher, dass die vie­len unplan­ba­ren, unge­stell­ten Bil­der die im Laufe einer Hoch­zeits­re­por­tage ent­ste­hen, am Ende viel mehr diese sprich­wört­li­chen „unver­gess­li­chen Momente” sind, von denen wir Foto­gra­fen immer sagen dass wir sie fest­hal­ten möch­ten. Und wenn das viel­leicht ganz kurz nach der Hoch­zeit noch nicht so klar ist, so denke ich dass es spä­tes­tens dann so sein wird wenn sich die Ehe­paare und Fami­lien ihre Bil­der zum Bei­spiel in 10 Jah­ren noch mal angucken.

Und so ver­su­che ich ent­spre­chend zu foto­gra­fie­ren: So wenig wie mög­lich ein­zu­grei­fen, mich von der Stim­mung mit­rei­ßen zu las­sen, quasi „unter­zu­tau­chen” und auf eben diese Momente zu lauern…

Als ich dann vor eini­gen Wochen nach der Hoch­zeit von Hanna & Thor­ben auf dem Rück­weg von Neu­har­lin­ger­siel wie­der im Auto saß (mit einer gro­ßen Tup­per­dose selbst geba­cke­nen Kuchens aller Art auf dem Bei­fah­rer­sitz…), hatte ich so ein „Das Leben wie es sein sollte”-Gefühl im Bauch, was sich spä­ter beim Sich­ten der Bil­der noch ein­mal bestä­tigte: Genauso möchte ich Hoch­zei­ten fotografieren.

Die bei­den und ihre Gäste hat­ten ihren Tag so herr­lich unkon­ven­tio­nell und unver­krampft gefei­ert und mich dabei ein­fach die Bil­der machen las­sen die ich machen möchte und so war ich am Ende des Tages ver­mut­lich genauso glück­lich wie das Brautpaar.

Danke, für Euer Vertrauen!

Weil ich das alles aber natür­lich immer nur aus mei­ner Sicht erzäh­len kann, habe ich mich umso mehr gefreut als die bei­den sich bereit erklärt haben mir ein­mal auf­zu­schrei­ben wie sie den Tag mit mir erlebt haben:

„Es ist nun etwa einen Monat her, seit wir uns auf Spie­k­eroog stan­des­amt­lich trauen lie­ßen. Wir hat­ten Ideen und Träume, wie die­ser Tag, unser Tag, ablau­fen könnte. Also plan­ten wir ihn, ein­fach aus dem Bauch her­aus. Und es lief genauso, wie wir es uns gewünscht haben: Natur­ver­bun­den, ent­spannt, manch­mal etwas chao­tisch (Ent­schul­di­gung noch­mal an die Gäste, die bereits auf der Fähre zur Abfahrt gen Spie­k­eroog war­te­ten und Schweiß­aus­brü­che beka­men, weil wir als Braut­paar erst zwei Minu­ten vor Abfahrt als die letz­ten Pas­sa­giere auf die Fähre sprangen).

Beglei­tet wurde unsere kleine Runde von Ernst. Ich (Hanna) kenne ihn und seine groß­ar­tige Foto­gra­fie von gemein­sa­men Tätig­kei­ten bei einem Emder Thea­ter­pro­jekt und so freu­ten wir uns rie­sig über seine Zusage, uns zu begleiten.

Sowohl unsere Gäste als auch wir beide haben es als sehr ange­nehm emp­fun­den, dich dabei zu haben. Wir fühl­ten uns in kei­nem Augen­blick „beob­ach­tet“ oder „offen­sicht­lich foto­gra­fiert“, dadurch konn­ten wir uns ganz nor­mal ver­hal­ten, so wie wir es sonst auch tun, was uns im Nach­hin­ein oft die ein oder andere Träne und Gän­se­haut beim Bestau­nen der Bil­der brachte.

Wir haben uns rie­sig dar­über gefreut, wie viele schöne, beson­dere Momente du mit dei­ner Kamera ein­ge­fan­gen hast. Sie geben den Tag ein­fach so wie­der, wie er war, mit sei­ner dunk­len Regen­front über den Dünen, Bar­fuß den Weg zurück zur Fähre, unsere Lütte wie ein Wir­bel­wind auf dem Tisch im Stan­des­amt, die mit­ge­brach­ten Snacks unse­rer Gäste, der Schreck­mo­ment als das Gewit­ter über uns her zog… Wir könn­ten hier noch so viel mehr erwäh­nen, denn Dank dei­ner Bil­der bleibt uns die­ser Tag mit all sei­nen Facet­ten und Augen­bli­cken so wun­der­bar in Erinnerung.

Wir kön­nen dir nicht oft genug dafür dan­ken, des­halb tun wir es noch­mal: Danke Ernst!”

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